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Fotografen-Ausgaben Teil 1/3

WAS IHR NICHT ZU BILLIG KAUFEN SOLLTET - Teil 1/3

 

Ausrüstung I Equipment 

 

Jeder der gerne fotografiert weiß, dass dieses Hobby auch sehr schnell ins Geld gehen kann. Verglichen mit anderen Hobbys ist es zwar immer noch leistbar. Dennoch ist man rasch dabei, einige tausend Euro zu investieren.

 

Die schwierigste Frage ist oft: „Brauche ich das wirklich? Benötige ich wirklich das Teuerste?“ Bei vielen Dingen gibt es nämlich neben den höherpreisigen Markenprodukten auch günstige Imitate oder Alternativen. 

 

Ich bin ja 100%ig der Meinung, dass nicht die Ausrüstung die Bilder macht, sondern der Fotograf. 



Dennoch möchte ich Euch hier meine ehrliche subjektive Meinung geben, wo man nicht zu sehr sparen sollte. Ich möchte nochmals erwähnen, dass ich von keinem genannten Hersteller auch nur irgendeinen Euro für eine positive Kritik bekomme. Ich werde auch nicht überall konkrete Kaufempfehlungen geben, denn manchmal gibt es die nicht. HIER könnt Ihr sehen was ich so verwende. Ich versuche, meine Liste stets einigermaßen aktuell zu halten.

  

Wahrscheinlich sind auch nicht alle Punkte für jeden von Euch gleich relevant, pickt Euch einfach diejenigen Anregungen für Euch heraus, die Euch weiterbringen!

 

  • Speicherkarten

Einer der wichtigsten Dinge sind für mich definitiv die Speicherkarten. Ich verwende ausschließlich Markenspeicherkarten - meisten jene von SanDisk. Zu Beginn habe ich testweise auch Billiganbieter ausprobiert. Aber es kam dabei schon zwei Mal vor, dass die Daten auf einmal nicht mehr gelesen werden konnten und Fotos plötzlich weg waren. Bei der Überspielung von hochauflösenden Videoclips und Bildern benötigt man Seriengeschwindigkeit. Darauf sollte unbedingt geachtet werden. 


Mir ist es sogar schon einmal vor vielen Jahren passiert, dass ich 2 CF (Compact Flash) Karten in meiner Hosentasche „vergessen hatte“ und diese mitgewaschen wurden. Auch wenn ich sie seither nicht mehr im professionellen Einsatz habe, funktionieren sie einwandfrei ;-) Qualität zahlt sich in diesem Bereich in jedem Fall aus. Also ein ganz klarer Tipp: Spart in keinem Fall bei der Qualität der Speicherkarten. Sie sind d Eurer wertvollen Erinnerungen. 

  •  Akkus

Fast genau so wichtig wie die Zuverlässigkeit der Speicherkarten ist die Qualität der Akkus von Kamera und Blitz. In diesem Bereich habe ich leider viel Lehrgeld bezahlen müssen. Ich habe unterschiedlichste "Nachbau-Akkus" gekauft und auch wenn nicht alle gleich schlecht waren, so konnte keiner an die Qualität der "Originalakkus" herankommen.

Im Wesentlichen zeigt sich die Qualität in der Betriebsdauer. Viel nerviger sind aber teilweise falsche Akkuanzeigen, oder hin und wieder sogar Aussetzer der Akkus. Dann kann es vorkommen, dass die Kamera plötzlich nicht mehr reagiert. Viele Systeme, wie Nikon z.B. haben in ihren Akkus kleine Chips eingebaut, die mit dem Ladegerät und der Kamera kommunizieren. Und diese wichtigen Infos geben sie an Dritthersteller nicht weiter. 

Auch bei meinen kleinen Systemblitzen verwende ich schon seit Jahren nur mehr einen Akkutyp: Die Eneloop Batterien von Panasonic (früher die Sanyang). Die Ladezeiten sind schneller, der Blitz hält viel länger... Ich bin super zufrieden damit.


  • Kameragurte

Bei so ziemlich jeder Kamera ist ein „Touristengurt“ mit dabei. Der erfüllt auch seinen Zweck, ist jedoch unbequem. Und wenn man größere Objektive verwendet, ist es weder angenehm die Kamera mit so einem Gurt zu tragen, noch ist die Balance zwischen Kamera und Objektiv gut. Eine wirklich befriedigende Lösung habe ich leider auch noch nicht gefunden.

Ich verwende seit Jahren die Sun-Sniper Kameragurte, die eigentlich alles bieten, was ich mir vorstelle. Einzelne Gurte quer über die Schulter, als auch den Doppelgurt für 2 Kameras gleichzeitig. Sehr bequem, sehr praktisch.

ABER: Schon einige Male hat sich die Kamera von dem Drehverschluss gelöst und ist leider auch schon 2 mal zu Boden gefallen! Ich habe den Drehverschluss getauscht, den Gurt zur Reparatur eingeschickt, aber außer einer eher unfreundlichen und arroganten Antwort ist von Sun-Sniper leider sehr wenig gekommen. Bislang habe ich noch keine bessere Alternative gefunden. 


  • Stativ

Was nützt einem das tollste, stabile, größte und teuerste Stativ, wenn man es nirgendwohin mitschleppen möchte?

Bezüglich Stativ gilt es immer, einen Kompromiss zu finden - zwischen Preis, Stabilität und Gewicht.

 

Aber meiner Erfahrung nach und auch laut Feedback der Workshop-Besucher kann man zusammenfassend sagen: Wer zu billig kauft, kauft einfach doppelt. Das Stativ muss einfach stabil genug sein, um die jeweilige Kamera samt Objektiv felsenfest zu halten. Besonders wenn das Stativ ganz ausgefahren ist und beim Fotografieren längere Verschlusszeiten gewählt werden, erlebt man oft nachher überraschend unscharfe Bilder.

Neben der Stabilität ist das Gewicht des Stativs auch entscheidend. Weniger beim Fotografieren im Studio, aber gerade auf Reisen oder - outdoor - im Gelände, ist das zu schleppende Gewicht ein wichtiger Faktor. Und wenn das Stativ beides sein soll (stabil und leicht) dann wird es leider auch richtig teuer. Auch die Flexibilität des Stativs, also ausklappbare Beine um in geringen Bodenhöhen arbeiten zu können, und andere Gimmicks können durchaus praktisch im Fotografen-Alltag sein. So habe ich mehrere Stative (von Feisol und Manfrotto) für unterschiedliche Anwendungen.

 

Wichtig zu erwähnen ist auch, dass neben der Wahl des Stativs auch die Wahl des Stativkopfs sehr entscheidend ist. Dies ist fast wichtiger, als das Stativ selber. Empfehlen kann ich hierbei die Marken Markins und Really Right Stuff.

 

Falls Ihr Fragen habt, schreibt mir einfach.

 

Wir freuen uns auf Euch und hoffen Euch interessante Themen bieten zu können. Viel Spaß beim Mitgestalten und Dabei sein auf unseren Seiten:


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