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Ausrüstung/ Equipment

Nikon vs. Canon, Olympus, Sony, FUJIFILM & Co.

 

Warum Nikon und Olympus?

 

Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich gefragt wurde, welche Kamera-Marke ich verwende und warum ich mich für diese entschieden habe. Nicht selten wird die Diskussion nach der Kamera-Marke nicht rein sachlich, sondern voller Emotionen geführt.

Wie stehe ich nun zu diesem Thema? Dazu möchte ich ein wenig länger ausholen. Grundsätzlich fotografiere ich mit zwei Systemen: NIKON und OLYMPUS (spiegellos) - ich bin Olympus Botschafter für Österreich. 

(Also ich werde kurz ausholen. Wer mich kennt, weiß, dass das schon mal passieren kann) ;-)

 



Wie habe ich mich für das Nikon-System entschieden können? (Gerade im Vergleich zu Canon)

 

Ich bin seit Jahren Nikon-Fotograf. Eines Tages bin ich aufgewacht und habe gemerkt, dass Nikon DIE Kameramarke für mich ist - Hmm... Sicher nicht. Ich habe mir zu Beginn meiner Auseinandersetzung mit der Fotografie hin und wieder auf Urlaub die Familien-"Kompaktknipse" (eine Sony DSC-T1) ausgeborgt. Und ja, im Jänner 2008 hat man für schnelle „Knipsbilder“ noch Kameras statt Handys verwendet. ;-)

 

In Wahrheit war der Kauf meiner ersten Kamera, Nikon D300s, von Zufall begleitet.

 

Ein Freund hatte eine Olympus, ich eine Mini Sony mit der wir auch zufrieden waren und wieder ein anderer Bekannter setzte auf Canon. Mein Vater kaufte sich eine Nikon D80 mit einem 18-200mm (f3,5-5,6 VRII) Zoomobjektiv.

 

Warum? Weil uns das der Fotohändler empfohlen hatte, der uns am sympathischsten gewesen ist. 


Anfangs hatte ich die Kamera nur in Händen, um meinem Vater beim Einstieg in die digitale Fotografie zu unterstützen. Doch das endete damit, dass ich die Kamera nicht mehr aus meinen Händen geben wollte. Ich konnte und wollte sie nicht mehr loslassen, so fasziniert und begeistert war ich. Ich kaufte mir viele Bücher zum Thema der digitalen Fotografie und suchte im Internet nach Informationen & Tutorials, die ich geradezu verschlungen habe.


Die Nikon D80 habe ich dann auf meine erste Amerikareise 2008 mitnehmen dürfen und dort tausende Fotos geschossen. Ich habe zuvor zwar schon mehrere Bücher zur Bedienung der Kamera verschlungen, aber die Ausbeute an tollen Bildern war gering. Das tut mir heute noch sehr leid. Viele der fantastischen Eindrücke der Reise sind nur als Zufallsbild unter tausenden vorhanden oder mit Hilfe unnötiger starker Nachbearbeitung in Adobe Photoshop zu retten gewesen.


Danach war es aber völlig um mich geschehen. Ich habe gefühlte 24h am Tag fotografiert. Anstelle mir eine eigene Kamera zu kaufen, habe ich aber eher in weitere Objektive investiert. Zuerst habe ich mir ein Nikon 50mm 1,8D und einige Monate später das Nikon 105mm Makroobjektiv 2,8 VR2 gekauft, welches ich bis heute regelmäßig im Einsatz habe.

Irgendwann wollte mein Vater seine Kamera wieder für sich selbst nutzen und ich musste sie zurück geben. Ich kann mich noch erinnern, als wäre es gestern gewesen, dass wir zu meinem Geburtstag nach Graz gefahren sind, um VÖLLIG ÜBERRASCHEND für mich zu unserem Fotohändler des Vertrauens gefahren sind und er gesagt hat: „Mein Sohn braucht eine neue Kamera. Dann habe ich endlich wieder meine zurück.“ Das werde ich NIE vergessen.

Wir haben uns für eine Nikon D300s entschieden und ich habe mir dann selbst gleich noch das Nikon AF-S 24-70 2,8G gekauft und einiges an Zubehör. Warum Nikon? Weil ich die Bedienung kannte und weil wir schon ein paar Objektive der Nikon Serie gehabt haben. Das wars! Das war der Grund, dass ich mich für Nikon entschieden habe. Ich habe gar keine Alternativen angesehen.

 

Im Laufe der Zeit habe ich immer wieder einiges an Equipment dazu besorgt: als erstes das von mir immer noch heiß geliebte Nikon  AF-S 70-200 VRII und viele andere Linsen wie das Nikon AF-S 14-24, 85mm 1,8, ein paar Blitze und mehr. Im Jänner 2012 habe ich meine tolle Nikon D300s gegen eine Nikon D700 getauscht. Endlich eine Vollformat-Kamera - der Traum eines jeden jungen Fotografen. ;-)

 

Diese Kamera habe ich im selben Jahr ausgiebig getestet. So entstanden die erste Bilder von meiner Berny. Außerdem war ich in dem Jahr viel im Ausland unterwegs und die Kamera war mir ein sehr treuer Wegbegleiter: 2 Wochen auf Teneriffa, 6 Monate in China, 3 Wochen quer durch Österreich und und 4 Monate im Osten von Kanada.

 Es war für mich eine Zeit, in der ich mich fotografisch extrem weiterentwickelt habe und für mich klar wurde: Ich werde Fotografie zu meinem Beruf machen. 

 

Ich habe seither immer wieder mit einer D3s fotografiert, habe eine D800, eine D7100 als BackUp und für einige Monate eine D4 und D4s. Während ich für verschiedene Fotografen gearbeitet habe, aber auch immer wieder Modelle anderer Hersteller in Händen gehabt und sehr gut kennen gelernt.

 

Momentan bin ich mit der Nikon D810, D750 und einer D7100 unterwegs. Ich liebe es, Kameras zu testen und bin fasziniert von der Technik dahinter.


Zurück zum Thema ;-)
Es war also einfach Zufall, dass ich bei Nikon gelandet bin. Marken sind für mich generell nicht so wichtig. Ich wäre bei Canon genauso glücklich geworden, wäre meine erste Kamera eine Canon gewesen. 

 

Ich bin mit meinem Kamerasystem trotz einiger Kritikpunkte sehr zufrieden. Nikon ist eine absolute Top-Marke. Canon & Co aber auch. In meinen Händen ist eine Nikon bestimmt um das Quäntchen schärfer und präziser als eine Canon. Warum? Weil ich sie seit Jahren verwende und mich mit allen Knöpfen und Einstellungen blind und in jeder Situation auskenne. Ich habe immer wieder von Freunden Kameras anderer Hersteller probiert. Es waren einige tolle Teile dabei. Aber ich persönlich hätte damit bestimmt keine besseren Fotos gemacht. Für mich würde sich kein Wechsel lohnen. Niemals. Denn: nicht das Equipment limitiert uns, meist sind es nur unsere Fähigkeiten, Vorstellungen und Sichtweisen.

 

Werde ich deshalb immer Nikon-Fotograf bleiben? – Keine Ahnung. Ich kann mir momentan nicht vorstellen, die Kosten für einen Systemwechsel zu einer andere Spiegelreflexkamera in Angriff zu nehmen. Sicherlich nicht, wenn ich keinen Vorteil darin sehe. So sind meiner Meinung nach Nikon und Canon momentan auf Augenhöhe. Jeder Hersteller hat besondere "Gustostückerln" im Angebot.

 

Für mich ist es derzeit auch sehr reizvoll, in spiegellose Konkurrenten wie Olympus, Sony & Co zu investieren. Jetzt verwende ich als Olympus Botschafter in Österreich das Olympus System auch schon als wertvolle Ergänzung. Vielleicht wird dies eines Tages auch einmal voll zum Einsatz kommen.

Zu diesem Thema wird es in Zukunft noch den einen oder anderen Blogbeitrag geben. Ich war vor einem Jahr für vier  Wochen in Afrika unterwegs und konnte erstmals ein spiegelloses System von Olympus ausgiebigst testen. Was soll ich sagen: Ich verwende es immer noch. Es kommt mehr und mehr zum Einsatz. 


Resümee

Zusammenfassend glaube ich, dass alle Kamerahersteller mittlerweile ein unfassbar hohes Niveau erreicht haben. Es sind Bilder möglich, von denen konnte man vor ein paar Jahren nur träumen. Welcher Hersteller der richtige ist, muss jeder selbst für sich und die jeweiligen Anwendungen entscheiden. 

 

In einem künftigen Blogbeitrag werde ich einige Tipps zum Kamerakauf geben.  Vieles ist aber einfach subjektiv, wie die ewige Frage ob Audi, BMW oder Mercedes die beste Luxuslimousine baut. Wenn es aber darum geht, ob ein Sportwagen, ein Geländewagen oder eine Kombi das best ist, dann findet man sehr wohl große Unterschiede. Das hängt dann aber vor allem davon ab WAS und WIE Ihr fotografiert. Aber dazu ein später mehr. 

 

Ich hoffe, Euch hat dieser (zugegebenermaßen lange) Beitrag gefallen und Ihr versteht die Grundaussage: Geht hinaus und übt fotografieren.
Verbessert Eure Fähigkeit und erweitert Euer Wissen. Das wird Eure Bilder in jedem Fall verbessern. 

 

Wenn Ihr Fragen habt oder Wünsche für weitere Blogartikel, dann schreibt mir einfach einen Kommentar oder eine Email an ulf@grazerfotoschule.at.

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